Projektbeschreibung

Tablet-Modellprojekt „KiTab“ für Rheinland-Pfalz

medien+bildung.com und Rednet erproben unter wissenschaftlicher Begleitung durch die Universität Mainz Möglichkeiten der Unterstützung der pädagogischen Arbeit in der Kita durch Tablets.

Im Oktober 2015 fiel der Startschuss zu einem der ersten wissenschaftlich begleiteten Tablet-Projekte in Kitas bundesweit. Als Kooperationspartner arbeiten bereits seit Anfang des Jahres medien+bildung.com, eine Tochtergesellschaft der Landesmedienanstalt LMK, und der auf Bildungseinrichtungen spezialisierte IT-Ausstatter REDNET an der Ausrichtung des Projekts. Das rheinland-pfälzische Jugendministerium steht beratend und begleitend zur Seite. Ziel ist die Stärkung der medienpädagogischen Kompetenz von Fachkräften in der frühkindlichen Bildung sowie die schrittweise Implementierung mobiler Geräte in die Kita-Praxis.

Bei einer Pressekonferenz am 21.12.2015 sah die damalige rheinland-pfälzische Jugend- und Familienministerin Irene Alt in dem Projekt eine große Chance, Möglichkeiten des Einsatzes von Tablets in Kitas wissenschaftlich begleitet auszuprobieren: „Es haben sich nicht nur in diesem Feld sehr kompetente Projektpartner zusammen getan, es werden auch alle beteiligten Partner im Kitaalltag mit auf den Weg genommen: Erzieherinnen und Erzieher, Träger, Eltern sowie letztlich auch die Kinder. Vorhandene Bedenken und kritischen Stimmen werden ernst genommen. Gemeinsam wird an der sinnvollen Unterstützung der pädagogischen Arbeit in Kitas durch Tablets gearbeitet. Das macht das Projekt besonders und wird entscheidend zu seinem Gelingen beitragen.“

Das Projekt dient unter anderem dazu, Möglichkeiten der Unterstützung der pädagogischen Arbeit in der Kita durch Tablets zu erproben. Auch die Portfolioarbeit der Erzieher/innen spielt eine große Rolle: z.B. die Dokumentation eines Weihnachtsspiels, das Ausdrucken von Bildern für die Mappen der Kinder oder das Gestalten von Aushängen in der Kita. Als unabhängiger Projektpartner begleitet die AG Medienpädagogik der Johannes Gutenberg-Universität das Projekt von wissenschaftlicher Seite. Unter der Koordination von Prof. Dr. Stefan Aufenanger und Jun.-Prof. Dr. Jasmin Bastian befragt das Team in regelmäßigen Abständen Erzieher/innen, Eltern und Kinder und beobachtet die Tablet-Nutzung im Kita-Alltag.

„Die pädagogische Arbeit mit digitalen Medien und insbesondere mit Tablets erweitert die Erfahrungs- und Lernräume der Kinder, wenn dies pädagogisch begleitet wird. Nicht nur, dass Kinder dadurch schon früh in einem positiven Sinne im Umgang mit diesen Medien vertraut gemacht werden können, vielmehr bieten sich auch erweiterte Formen der kreativen Medienarbeit, der Kommunikation zwischen den Kindern sowie neue Spiel- und Lernformen an,“ so die Einschätzung von Professor Aufenanger.

Für das Projekt wurden drei Kitas in der Region Mainz ausgewählt, deren Erzieherinnen an Fortbildungen zum medienpädagogischen Einsatz von Tablets teilnehmen und das Erlernte in der Kita später umsetzen. medien+bildung.com koordiniert die Fortbildungen. Für die technische Ausstattung sorgt Projektpartner REDNET. Am 20. Juni 2016 trafen sich Erzieherinnen der drei Kindereinrichtungen mit dem Projektkonsortium, um ein Zwischenfazit zu ziehen.